Prepaid Tarife und Handyverträge Vergleich

Prepaid Tarif oder auf Rechnung?

Kostenkontrolle oder "unbegrenzte" Redefreiheit?

Der ausgesprochene Vorteil von Prepaid Tarifen ist die oft damit verbundene Kostenkontrolle. Man lädt regelmäßig sein Guthabenkonto auf und kann dieses Guthaben dann abtelefonieren bzw. SMS davon versenden. Sobald das Guthaben leer ist, kann man nicht mehr telefonieren. Der Vorteil: Man behält die Kosten im Griff und erzeugt keine "Horror"-Rechnungen mit mehreren Hunderten an Euro. Natürlich hat dies auch einen Nachteil: So muss man sich regelmäßig um sein Prepaid-Konto "kümmern" und dafür Sorge tragen, dass immer genügend Guthaben vorhanden ist. Sonst kann man schon auch einmal dumm da stehen und nicht telefonieren können, weil das Guthaben leer ist. Das passiert bei einem richtigen Vertrag mit Zahlung auf Rechnung natürlich nicht so schnell. Einzige Ausnahme ist hier sicher eine vorsorgliche Sperrung des Handyanschlusses durch den Netzbetreiber, falls man in einem Monat eine weit überdurchschnittlich hohe Rechnung aufweist. Damit soll der Anschlussinhaber oft geschützt werden. Inzwischen bieten aber auch viele Prepaid-Anbieter durch automatische Aufladungen ziemlich viel Komfort. So kann man angeben, dass nach dem Unterschreiten von einem gewissen Betrag das Guthaben automatisch, z.B. durch Lastschrift vom Bankkonto, wieder aufgeladen werden soll. Damit geht aber auch wieder ein wenig Kostenkontrolle verloren. Am Ende muss jeder selbst entscheiden, was ihm wichtig ist: Volle Kostenkontrolle oder lieber Komfort durch Rechnungszahlung? Eine Ausnahme bilden sicherlich Jugendliche. Für diese ist oft ein Prepaid-Tarif die richtige Wahl. Denn sie spielen oft und gern mit dem Handy herum und können so ungewollte Kosten durch Internetnutzung etc. minimieren und gleichzeitig das Taschengeld auch für weitere Dinge verwenden.

Für die Suche nach einem Handytarif empfiehlt sich die Nutzung eines Tarifrechners. Damit kann man schnell eine Vielzahl an Handytarifen finden, die zu einem passen. Einen Tarifrechner findet man beispielsweise hier: Hier klicken, um zum Tarifrechner zu gelangen.

Achtung: Pseudo-Prepaid!

Prepaid ist nicht gleich Prepaid! Inzwischen gibt es immer mehr Anbieter, die ihre Tarife unter dem Name "Prepaid" vermarkten. Kunden verbinden mit diesem Begriff volle Kostenkontrolle. Leider ist dies bei einigen Prepaid Tarifen inzwischen nicht mehr gegeben. Denn bei diesen Tarifen handelt es sich eigentlich um Pseudo-Prepaid Tarife. Hierbei muss man ganz normal wie bei "echtem" Prepaid ein Prepaid-Konto aufladen. Der Unterschied liegt in der Abrechnung der Kosten. Während "echte" Prepaid Taife mit voller Kostenkontrolle die Kosten direkt nach dem Anfallen abrechen, z.B. direkt nach einem Gespräch, wird bei "Pseudo"-Prepaid in größeren Zeitabschnitten abgerechnet. Solche Zeitabschnitte können beispielsweise einmal täglich sein. Der Nachteil ist nun, dass man hierbei schnell ins Minus rutschen kann. Man denke zum Beispiel an die ungewollte Nutzung des mobilen Internets bei einem Tarif, der dafür nicht optimiert ist. Hier können schnell 50,- Euro und mehr anfallen. Nachdem das Konto dann z.B. einmal täglich abgerechnet wurde und man sich im Minus befindet wird aber auch beim Pseudo-Prepaid der Tarif meist gesperrt bis man das Prepaid-Konto wieder ausgleicht. Man kann also meistens nicht weiter ins Negative rutschen. Wenn man unter Prepaid aber volle Kostenkontrolle zu jeder Zeit versteht, kann ein solches negatives Guthabenkonto schon einen ganz schönen Schrecken verursachen.